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"Der Tod? Ach, so schlimm kann´s nicht sein – es ist noch keiner zurückgekommen."
Orfeo Cava voll der Hoffnung, im Roman "Steinkain" (2003)

Wir wollen die Hoffnung nicht aufgeben; generell nicht, oder? Zumindest die auf abwechslungsreiche, humorvolle Dichtung, auf literarische Entdeckungen - sogar Enttäuschungen können eine Bereicherung sein! Herzlich willkommen also auf Seiten, die einen Überblick über meine Texte, Genres und eigene Lektüre verschaffen mögen. In der Hoffnung, Sie fänden hier das ein oder andere, was (vielleicht sogar an Verlage) Sie weiterzuerzählen für lohnend erachten. Dafür meinen innigen Dank.
Ihr T.L.



Dorfschreibers Bericht

Fiel Schne.
Er stant auf dehm Galgenhugel
in Dähnschendorf, die Augen lehr gerichdet
auf die Füle dessen, wass er nich mer sehen wirt:
des Galgens dikke Kant. Zigelmauerwant. Tant.
Grün Lant.
Er fand, er sei zu schwer erpichtet wor´n
von dehn Männen auf den Stühle – so sei er
nich: verflirrt und schlichtet im Kopf; Er sei
ein Schorf, ein Hennen, Hähnschen nur. Ein Tropf.
Sein Flennen.
Alles eine Mär.

Sie gefeselden die Hänne ihm
und lekt die Schlink um Halls, auf
dass ihm der Stuhl unter Füse weckgestohsn auf die Flur.
Und Er plumbse (wie ein Topf von Wännen).
So trock´n fiel´n Gefühle
wie´n Becken ohne See – dann er selbst, pralle
voll die Hosn. Stink.

Dies das kühn Prottokoll; schee, jemine, war´s nich.
Hätter sich nuhr besser versteckn im Gewüle.

Hätter bloß richtik schribn konnt –.

in "Die Literareon Lyrik-Bibliothek X", 1. Preis 2009